Hamburg verstehen

  • Fofftein

    Fofftein: plattdeutsch für fünfzehn. 15 Minuten nimmt sich der Hamburger Zeit für seine Frühstückspause. Wer in Hamburg eine Pause machen will, sagt: „Mach mal Fofftein!“ Im Hafen gibt‘s zur Fofftein klassisch einen Pott Kaffee und ein belegtes Brot.
  • Schuten

    Schuten: Boote ohne Kiel und Motor, die im Hafen bis zu 250 Tonnen Ladung tragen. In der Lokstedter Backwerkstatt werden die handgemachten Weizen-brötchen ebenfalls Schuten genannt, denn auf so ein Brötchen geht auch ’ne ganze Menge drauf.
  • Smutje

    Smutje: der Koch auf Schiffen; hat immer eine gute Idee, die Seeleute satt zu kriegen. Was dem Smutje der Hamburger Traditionsbäckerei zum Überbacken seiner kleinen Laugen-schiffchen eingefallen ist, kann man in den Filialen probieren. Frag einfach nach „Smutje“!
  • Speicher

    Speicher: trotz Internet speichert man in Hamburg noch ganz viele Sachen analog. Da gibt das sogar ’ne ganze Stadt für: unsere Speicherstadt. Und weil die so schön ist, haben die Lokstedter Bäcker ihr Holzofen-Körner-brot, wo auch so viele gute Sachen drin sind, „Kornspeicher“ genannt.
  • Fietje

    Fietje: auch Fiete; Kosename für alle, die bei uns in Hamburg auf hoch-deutsch eigentlich „Fritz“ heißen. Fietje hört sich einfach besser an – finden wir Hamburger. Und deshalb nennen wir unser Vitalbrot ganz einfach „Fietje Fit“.
  • Klüsen

    Klüsen: werden dick, wenn man die Nacht auf dem Kiez durchmacht. Eigentlich heißen so aber die Öffnungen an der Bordwand von Schiffen. Da, wo die Taue und Ankerketten durch-getüdelt werden. In unserer Bäckerei gibt das auch Klüsen. Aus Plunder. Und ins Loch machen wir lecker Obst rein.
  • Schwatt

    Schwatt: eine ganz schön dunkle Farbe. Und wenn ein Brot so richtig dunkel ist, dann nennen wir das gerne mal „Schwattes“– auch wenn das genau genommen eher ein sehr dunkles Braun ist. In Hamburg sind wir da nicht so kleinlich. Hauptsache, es schmeckt.
  • Jonny

    Jonny: heißt eigentlich Johannes. Aber in Hamburg heißt er eben Jonny. Und wenn einer von hier sagt: „Das is ja man ’n Jonny!“, dann meint er, dass das Ding so richtig groß ist. So einen Jonny gibt’s auch beim Bäcker – mit Streuseln drauf, und manchmal auch noch mit ’n büschen Frucht.
  • Kiez

    Kiez: alter Begriff für eine meist vom Fischfang lebende Ortsansiedlung. Das Lebensgefühl auf dem Kiez ist jung geblieben – besonders hier in Hamburg, wo auf’m Kiez auch mal rotes Licht brennt. Weil das Feuer in unseren Holzöfen auch so schön rot brennt, nennen wir unser kleinstes Holzofenbrot „Kiezkrüstchen“.
  • Franzbrötchen

    Franzbrötchen: kommen nicht aus Paris. Sondern von hier. Gibt‘s original auch nur hier. Wer das beste Rezept für Franzbrötchen aus Hefeplunder mit Zimt hat, erobert die Herzen der Hamburger. Und die der Touristen. So’n Franzbrötchen ist nämlich das perfekte Mitbringsel aus unserer Stadt.
Willkommen in Hamburg.